Aus einer Hütte. Aus einem Material. Aus einer Idee.
Hüttenleben ist aus meiner persönlichen Verbindung zu den Bergen entstanden – und aus der Frage, wie sich dieses Lebensgefühl in eine zeitgemäße Form übersetzen lässt.
Unsere Hütte in der Steiermark, natürliche Materialien und Dinge, die mit der Zeit schöner werden, haben mich dabei geprägt. Nicht das Rustikale interessiert mich, sondern das Echte: klare Formen, ehrliche Materialien und Gegenstände mit Charakter.
Ich beschäftige mich gern mit den Dingen, die schon mein Großvater in der Hand hatte und bearbeitet hat. Umso mehr hat mich berührt, dass auch er bereits mit Rinderhörnern gearbeitet hatte – etwa für Türgriffe an der Hütte. Plötzlich fühlte sich die Idee von Hüttenleben nicht nur neu, sondern auch überraschend vertraut an.
So entstand die Idee, ein natürliches Material neu zu denken und daraus zeitlose Wohnobjekte mit Charakter zu schaffen.
Die Hütte
Unsere Hütte in den steirischen Voralpen wurde vor rund 90 Jahren von meinem Großvater gemeinsam mit Freunden gebaut. Seitdem ist sie über Generationen hinweg zu einem festen Familienrefugium geworden – ein Ort, an dem wir bis heute gerne Zeit miteinander verbringen und zu dem wir eine ganz besondere Verbindung haben. Vieles, was Hüttenleben heute prägt, hat hier seinen Ursprung: die Nähe zu natürlichen Materialien, die Wertschätzung für Handwerk, Natur und die Idee, dass Dinge nicht perfekt sein müssen, um schön und dauerhaft zu sein.
Der Mensch dahinter
Hinter Hüttenleben stehe ich, Florian.
Die Idee zu Hüttenleben ist nicht am Schreibtisch entstanden. Sie ist über Jahre gewachsen – aus meiner Verbindung zu unserer Hütte, aus meiner Liebe zum Alpenraum und aus der Frage, warum so viele Dinge, die uns umgeben, entweder beliebig oder überinszeniert wirken.
Ich wollte etwas schaffen, das anders ist: natürlich, hochwertig, eigenständig und mit einer Geschichte, die man nicht erfinden muss.
Heute bearbeite ich jedes Horn selbst. Ich sehe, wie aus einem rohen Naturmaterial Schritt für Schritt ein Wohnobjekt entsteht – und genau darin liegt für mich der besondere Reiz. Kein Stück ist planbar, keines vollkommen gleich. Man muss mit dem Material arbeiten, nicht gegen es.
Hüttenleben ist für mich deshalb mehr als ein Produkt. Es ist der Versuch, Herkunft, Handwerk und zeitgemäße Gestaltung miteinander zu verbinden – und daraus etwas entstehen zu lassen, das bleiben darf.
Die Herkunft
Die Herkunft von Hüttenleben liegt in den steirischen Bergen – in der Hütte, den Almen, den Tieren und in einer Landschaft, in der natürliche Materialien ganz selbstverständlich zum Leben dazugehören.
Holz darf altern, Stein darf unregelmäßig sein und auch ein Horn muss nicht perfekt geformt sein, um schön zu wirken. Gerade diese kleinen Unterschiede machen den Charakter aus.
Genau diese Haltung möchte ich mit Hüttenleben bewahren. Aus einem natürlichen Material, das seine Form, Farbe und Maserung bereits mitbringt, entsteht etwas Neues – ohne seinen Ursprung zu verleugnen.
Für mich bedeutet Herkunft deshalb nicht Rückschritt oder Folklore. Sie ist der Ausgangspunkt für eine zeitlose, hochwertige und moderne alpine Wohnkultur.
Ein Material das nichts vorgibt.
Kein Horn gleicht dem anderen. Form, Farbe, Maserung und Krümmung sind bereits vorhanden, bevor meine Arbeit beginnt.
Genau darin liegt für mich der Reiz. Ich möchte das Material nicht in eine vollkommen einheitliche Form zwingen. Vielmehr geht es darum, seinen natürlichen Charakter herauszuarbeiten und sichtbar zu lassen.
Manche Hörner sind hell und filigran, andere dunkel, kräftig oder stark gebogen. Kleine Unregelmäßigkeiten, Farbverläufe und Strukturen gehören dazu. Sie sind keine Fehler, sondern Teil dessen, was jedes Stück unverwechselbar macht.
Die Natur gibt die Form vor. Hüttenleben macht daraus ein Wohnobjekt.
Handwerk mit Charakter
Jedes Horn durchläuft mehrere Arbeitsschritte, bevor daraus ein fertiges Wohnobjekt entsteht. Es wird vorbereitet, bearbeitet, geschliffen und veredelt – Schritt für Schritt und mit dem Blick auf jedes einzelne Stück.
Dabei geht es nicht darum, alle Hörner gleich aussehen zu lassen. Vielmehr soll der natürliche Charakter erhalten bleiben und durch die Bearbeitung noch stärker sichtbar werden.
Manche Schritte brauchen Kraft, andere Geduld und Erfahrung. Und fast immer entscheidet das Material selbst, wie weit man gehen kann.
Handarbeit bedeutet für Hüttenleben nicht Perfektion im industriellen Sinn – sondern Sorgfalt, Charakter und Zeit.
Mit Gefühl für das Material
Jedes Horn wird einzeln betrachtet und bearbeitet. Form, Oberfläche und Eigenheiten bestimmen, wie der nächste Schritt aussieht.
Mit Präzision bearbeitet
Maschinen helfen dort, wo Genauigkeit gefragt ist. Entscheidend bleibt aber immer der Blick auf das einzelne Stück.
Von Hand vollendet
Beim Schleifen und Polieren entsteht die endgültige Oberfläche – Schritt für Schritt, bis sich das Horn stimmig anfühlt.
Alpin muss nicht rustikal sein.
Hüttenleben steht für eine zeitgemäße Form alpiner Wohnkultur: reduziert, hochwertig und selbstverständlich.
Mich interessieren keine dekorativen Alpenklischees. Ich möchte Objekte schaffen, die auch in modernen Räumen funktionieren – und trotzdem ihre Herkunft und ihren natürlichen Charakter nicht verlieren.
Das Horn wird deshalb nicht verkleidet oder überinszeniert. Es darf als Material wirken: warm, individuell, skulptural und immer ein wenig anders.
So entsteht eine Verbindung aus Herkunft und Gegenwart.
Kein zweites Stück ist gleich.
Bei industriell gefertigten Produkten ist Gleichheit oft gewollt. Bei Hüttenleben ist es genau umgekehrt.
Form, Farbe, Maserung und Krümmung sind bei jedem Horn anders. Eine dunkle Spitze, eine helle Fläche, ein besonderer Verlauf oder eine ungewöhnliche Biegung sind keine Abweichungen – sie machen das Stück aus.
Deshalb wird jedes Wohnobjekt einzeln betrachtet, bearbeitet und dokumentiert. Jedes Stück gehört zu einer Charge und erhält seine eigene Nummer.
Wer sich für ein Hüttenleben-Objekt entscheidet, wählt nicht irgendein Exemplar – sondern genau dieses eine Unikat.
Die Idee wächst weiter.
Die ersten Wohnobjekte sind für mich der Anfang einer größeren Idee.
Hüttenleben soll Schritt für Schritt zu einer Marke für hochwertige, zeitlose alpine Wohnkultur werden – mit eigenen Produkten, ausgewählten Materialien und später auch mit Objekten anderer Manufakturen und Produzenten, die dieselbe Haltung teilen.
Entscheidend ist für mich nicht, ob etwas traditionell oder modern ist. Entscheidend ist, ob es authentisch ist, handwerkliche Qualität besitzt und auch in vielen Jahren noch selbstverständlich in einen Raum passt.
Produkte mit Herkunft. Produkte mit Charakter. Produkte, die bleiben.



